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FAQs

Was ist zu tun, wenn ich mich für die Teilnahme am Projekt interessiere?

Jeder, der sich für das Projekt interessiert ist herzlich eingeladen, sich hier auf der Website näher zu informieren. Sollten darüber hinaus noch Fragen auftauchen, dann kontaktiere uns direkt. Wenn dieses Interesse sich dann zu dem Wunsch ausdehnt mit in den Libanon zu reisen, dann bitten wir Dich hier anzumelden.

 

 

Wo findet das ganze statt?

Die Sommercamps finden im Centre al Fahdi, einem behindertengerechten Haus in den Bergen bei Beirut statt. Das Centre gehörte früher dem griechisch-katholischen Kloster „Monastère de la Résurrection“ und wurde im Jahr 2006 von der libanesischen Assoziation des Malteserordens gekauft. Die Anlage wurde in den letzten drei Jahren in einem großen Kraftakt renoviert. Sowohl die Wohnsituation als auch die sanitären Anlagen haben sich seitdem entscheidend verbessert. Alle Teilnehmer werden in zwei großen, getrennten Schlafsälen untergebracht. Das Herzstück des Hauses ist eine große Terrasse auf der sich das meiste Programm abspielt. Daneben gibt es einen großen Essensraum, eine Rampe die durch das gesamte Haus führt, eine Küche, eine Kapelle.

 

 

Wer organisiert das Projekt?

Die „Gemeinschaft junger Malteser“ hat dieses Projekt vor ungefähr 20 Jahren ins Leben gerufen, und fährt seitdem regelmäßig mit einem Helferteam dorthin. Sie gehören zu der Deutschen Assoziation des Malteserordens, und arbeiten unter dem Leitsatz „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“.

 

 

Wo kommen die Gäste her?

Die Gäste kommen aus verschiedenen Heimen im Libanon. Die Zustände in diesen Heimen sind alles andere als das, was wir in Deutschland gewöhnt sind: Da eine Behinderung im Libanon noch etwas ganz anders bedeutet als hierzulande, werden viele Kinder mit Behinderung in Heime abgeschoben und wachsen dort auf. Auch die Pfleger in den jeweiligen Heimen sind schlecht bezahlt und außerdem stark unterbesetzt. Das macht die Betreuung all der Heimbewohner schwierig. Die Zeit in den Bergen soll für die Gäste eine Zeit der Ferien sein. Im Vordergrund stehen dabei die individuellen Fähigkeiten und Vorlieben jedes einzelnen Gastes. Je nachdem welches Heim in dieser einen Woche mit Uns in die Berge kommt, wird es entweder eine Gruppe Jungs/Männer oder Mädchen/Frauen sein.

 

 

Wie laufen die Tage ab?

Entsprechend verschieden verläuft ein Tag im Camp: Aufgeregtes Herumlaufen, gelassenes in der Sonne Sitzen, wildes Toben, Begeisterung über die Gelegenheit, ein ruhiges Eckchen nur für sich gefunden zu haben. Daneben gibt es gemeinschaftliche Aktivitäten, einfache Spiele, den abendlichen Singkreis, einen Ausflug ans Meer oder in die Taverne. Es gibt aber auch klar definierte tägliche Programmpunkte. Jeder der mitkommt passt sich diesen Abläufen an und erklärt sich einverstanden mit allen Regelungen (Akzeptanz der Leitung, Sicherheitsprotokoll etc.).  Auch die regelmäßigen Gebetszeiten sind fester Bestandteil des Projekts. Jeder Teilnehmer erklärt sich daher bereit an diesen, sowie allen anderen Programmpunkten, teilzunehmen. Dies ist unabhängig von dem eigenen Glauben/der eigenen Konfession: es geht in dieser einen Woche nicht um die Volontäre, sondern um die libanesischen Gäste aus den Heimen und darum, ihnen für eine Woche zu zeigen, was Freundschaft heißt. 

 

Welche Aufgaben gibt es?

Es geht darum, den libanesischen Gästen eine Woche zu schenken, in der sie verwöhnt werden und eine wunderschöne Zeit verbringen. Jeder Gast bekommt eine 1-zu-1 Betreuung durch einen der Volontäre. Die Bedürfnisse und Gewohnheiten des Gastes herauszufinden sind dabei eine spannende Aufgabe für jeden Betreuer. Der Schwerpunkt liegt darin, einen Unterschied zum sonst so menschlich bettelarmen Alltag zu ermöglichen.

Alle Helfer sind „Laien“, also keine ausgebildeten Pfleger. Natürlich berücksichtigt der Campleiter bei der Zuteilung der Gäste, wie viel Erfahrung der Betreuer hat und zu welcher Pflegeintensität er sich in der Lage fühlt. Die Grade der Behinderung der Gäste sind sehr unterschiedlich, von leicht bis schwer und multipel behindert. Je nachdem gibt es auch Gäste, die Hilfe bei der Körperpflege brauchen und/oder Windeln tragen und/oder sich eigenständig pflegen können.

Es gibt auch andere Aufgaben, die erledigt werden müssen: die Arbeit in der Küche, Wäsche etc. Der Großteil der Volontäre wird allerdings mit eine Gast betraut werden, für den er die gesamte Woche alleine verantwortlich ist. Natürlich ist man niemals komplett alleine: es gibt sogenannte Gruppenleiter, die sich um ca. 5-8 Volontäre kümmern. Sie sorgen dafür, dass man niemals alleine gelassen wird, wenn nötig auch mal eine Pause einlegen kann und dass es den Volontären gut geht. Darüber hinaus gibt es sogenannte Jumper, die als fest eingestellte Springer agieren, deren Betreuer ausfallen (Nachtschicht oder ggf. Krankheit). In jedem Team gibt es ein Entertainmentteam, das die täglichen Aktivitäten und Ausflüge koordiniert.

 

 

Schichtdienste?

Ein Großteil der Teilnehmer wird mit der Betreuung der Gäste beschäftigt sein. Dabei ist jeder Teilnehmer für die gesamte Dauer des Camps (6 Tage) für den gleichen Gast zuständig. Es gibt in der Betreuung keine wechselnden Dienste. Allerdings wird es einige Betreuer geben, die für die Nachtschicht eingeteilt werden (freiwillig). Die Jumper werden sich vor und nach der Nachtschicht um den Gast der ausgewählten Betreuer kümmern, so dass diese genug Zeit haben vor-, bzw. nachzuschlafen.

Wechselnde Dienst gibt es bei den täglichen Putzdiensten.

 

Wer ist sonst noch Teil des Teams?

Das Team wird aus ca. 50 Freiwilligen bestehen. Die Teilnehmer kommen aus verschiedenen Ländern, die Meisten von ihnen aber aus Deutschland. Jedes Team wird von einem Priester und einem Arzt begleitet.

 

 

Muss man religiös sein um mitzufahren?

Nein, muss man nicht. Die Malteser sind eine katholische Hilfsorganisation, die Hilfe an den Bedürftigen ist aber natürlich nicht an eine Konfession gebunden. Im Libanon gibt es sowohl Christen als auch Muslime. Bei der Teilnahme am Projekt verpflichtet man sich, wie oben erwähnt, den vorgegebenen Abläufen anzupassen und teilzunehmen. Mit inbegriffen ist hier die Begleitung der Schützlinge zu den täglich stattfindenden Gottesdiensten, sowie die Morgen- und Abendgebete.

 

 

Ist es gefährlich, in den Libanon zu reisen?

Der Libanon ist ein Land, indem sich die zahlreichen Spannungen im Nahen Osten spiegeln. Verfolgt man die Situation aus den deutschen Medien kann man den Eindruck gewinnen, das Land befinde sich in einem permanenten Ausnahmezustand von Anschlägen und militärischen Auseinandersetzung. Dem ist jedoch keineswegs so. Man kann die Sicherheitslage im Libanon nicht verallgemeinern.

Für die Arbeit im Libanon und die damit einhergehenden Reisen gibt es trotzdem keine Garantie für die hundertprozentige Sicherheit der Teilnehmer. Das Projekt konnte jedoch seit 1997 ohne Gefahr für Leib und Leben durchgeführt werden. Natürlich wird mit der größtmöglichen Sorgfalt überprüft, ob und wann die Reise angetreten oder unterbrochen wird. Im Fokus steht die Sicherheit des Einsatzorts: Chabrouh/Faraya. Solange dort die Sicherheit gewährleistet ist, werden die Projekte fortgeführt.  Touristische Ausflüge im Land finden nur dorthin und nur dann statt, wenn die Sicherheit tagesaktuelle gewährleistet werden kann. Durch das langjährige Bestehen dieses Projekts, kann man sich auf ein verlässliches Netzwerk an Kontakten verlassen, die die Sicherheitslage zu jedem Zeitpunkt überblicken und einschätzen können.

Darüber hinaus werden im Rahmen des „Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland (ELEFAND)“ Online-Verfahrens werden sämtliche im Land befindlichen Helfer auf der Evakuationsliste der Botschaft geführt. Sollte es doch einmal zu einer notwendigen Rückholaktion kommen, können wir über die allgemeinen Maßnahmen der Deutschen Botschaft hinaus auf den diplomatischen Status des Malteserordens bauen. 

 

 

Welche gesundheitlichen Gesichtspunkte gilt es zu beachten?

Keiner muss Angst um seine Gesundheit haben! Denn wenn Ihr über die für Deutschland allgemein empfohlenen Standardimpfungen (Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Masern und eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis/Kinderlähmung) verfügt, könnt Ihr beruhigt in den Libanon fahren! Das Projekt setzt eine zusätzliche Impfung von Hepatitis A und B für eine Teilnahme voraus. Man kann die Kosten dafür minimieren, indem man die Impfung mit einer anderen kombiniert, die von den Krankenkassen übernommen werden (z.B. Hepatitis B, Diphtherie, Tetanus).

Außerdem ist es wichtig, dass jedem Teilnehmer die Intensität dieser einen Woche von Anfang an bewusst ist: Da es sich um eine einwöchige 1-zu-1 Betreuung handelt, kann und wird diese Woche sowohl physisch als auch psychisch sehr anstrengend werden.

 

 

Wie viel kostet das Ganze?

Eine Woche inklusive Flüge, Kosten und Logistik, Transporte etc. kostet 700€. Alle Flüge und Ausflüge werden zentral von den Organisatoren koordiniert und gebucht um organisatorische Komplikationen zu vermeiden. 

 

 

Wie wird entschieden wer mitfahren kann?

Jeder, der den Wunsch verspürt an dem Projekt teilzunehmen, sollte sich über das Kontaktformular anmelden. Im Anschluss an die Anmeldung, wird sich der jeweilige Campleiter bei dir melden, um Dir nochmals von den Hintergründen des Camps, vor allem aber von dem, was auf Dich zukommt zu berichten.

 

Wenn ich nicht mitfahren kann oder möchte, kann ich das Projekt trotzdem unterstützen?

Ja, natürlich. Das Projekt lebt von ehrenamtlichem Engagement und von Spenden. Es gibt viele Initiativen und Teilprojekte, die sich immer über Unterstützung freuen.

 

Kontakt

Elisalex Clary

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