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Junge Malteser spielen „Yvonne, Prinzessin von Burgund“
Köln. Vorhang auf! Die jüngst mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnete Gemeinschaft junger Malteser gastiert am 23. und 24. Mai im Millowitsch-Theater mit einer eigenen Produktion von Witold Gombrowicz’s zeitloser Farce „Yvonne, Prinzessin von Burgund“. Johanna Heereman, die Leiterin des Projekts, bestätigt: „Mit Yvonne hat es eine ganz eigene Bewandtnis. Niemand am Hofe kann etwas mit ihr anfangen – bis sich plötzlich ein gelangweilter Prinz mit ihr verlobt.“
Das Stück des polnischen Dramatikers bietet eine ausdrucksstarke Projektionsfläche für Ängste und Ausgrenzung. „Somit genau passend zu unserem Gründungsgedanken, Menschen aus der Isolation heraus zu holen.“, so Heereman. Mit den Einnahmen finanzieren die Jugendlichen ein zweimonatiges Feriencamp für über 150 schwerbehinderte Menschen im libanesischen Chabrough. Johanna Heereman erklärt: „Körperliche oder geistige Gebrechen gelten im Libanon vielerorts leider immer noch als Schande. Unser Feriencamp ist die einzige Zeit im Jahr, in der die Kinder einmal aus den Heimen herauskommen.“
Als Schauspieler, Maskenbildner und Bühnenhandwerker setzen die jungen Malteser ihr jeweiliges Talent für die gute Sache ein. Professionelles Theater ist das Ergebnis. Seit Anfang Mai ist die Gruppe mit der Burgunderprinzessin bundesweit auf Tournee. „Köln ist unser Zielhafen, auf den wir uns sehr freuen“, erklärt Johann Heereman. „Das Publikum der Rheinmetropole ist immer sehr spontan. Bei unserem letztjährigen Sommernachtstraum bekamen wir hier standing ovations.“
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Gekröntes Haupt bei Millowitsch

